Es gibt diese Wochenenden, die sich nicht gross ankündigen. Und dann genau das werden, was man gerade braucht.

Ein Donnerstagabend-Flug, ein Ankommen im milden Licht der Côte d’Azur – und dieses vertraute Gefühl: Wie schön, bin ich wieder hier.
Dieses Mal nicht allein, sondern mit meiner Freundin. Zum ersten Mal erlebt sie „mein“ Nizza. Und ich durfte es durch ihre Augen gleich noch einmal neu entdecken.
Ein Freitag wie aus dem Bilderbuch

Der Freitag hätte nicht perfekter sein können. Strahlende Sonne, frühlingshafte Temperaturen – genau richtig, um rauszugehen.
Mit dem Bus sind wir nach Beaulieu-sur-Mer gefahren. Schon die Fahrt entlang der Küste ist jedes Mal ein kleines Highlight. Dieses Licht. Dieses Blau.

Von dort aus ging es gemütlich über den Sentier Littoral – einer dieser Wege, die man nicht einfach geht, sondern erlebt. Schritt für Schritt, Blick für Blick. Dem Meer entlang.


Unser Ziel: die Villa Ephrussi de Rothschild.
Ein Ort, der fast ein bisschen unwirklich wirkt. Die Villa – erbaut von Béatrice de Rothschild – ist mehr als ein Haus. Sie ist eine Inszenierung von Schönheit, Stil und einer grossen Liebe zum Detail. Jeder Raum erzählt eine Geschichte, jede Ecke hat Charakter.


Und dann diese Gärten… neun verschiedene Themenwelten – vom französischen Garten mit den Wasserspielen bis hin zum exotischen, japanischen oder florentinischen Garten. Man verliert sich ein bisschen. Im besten Sinn.


Wir haben uns treiben lassen, sind durch die Anlagen spaziert, haben die Aussicht auf das Meer genossen und irgendwann einfach innegehalten.

Ein feines Mittagessen im Restaurant der Villa – Quiche und Salat, unkompliziert und genau richtig – hat diesen Moment perfekt abgerundet.
Ein Abend, der nach mehr schmeckt
Zurück in Nizza, kurz durchatmen, umziehen – und dann wieder los.

Nach Saint-Jean-Cap-Ferrat ins Restaurant Saint-Jean. Chic, entspannt, mit dieser typischen südfranzösischen Leichtigkeit.
Gutes Essen, gute Gespräche, ein Glas Wein – und dieses Gefühl, dass man gerade genau am richtigen Ort ist.
Samstag: treiben lassen
Der Samstag hatte kein Programm. Und genau das war perfekt.



Wir sind durch die Altstadt geschlendert, über den Blumenmarkt am Cours Saleya, durch kleine Boutiquen, vorbei an Cafés. Ein bisschen Shopping, ein bisschen schauen, viel geniessen.
Spät ein kleines Mittagessen – ohne Eile, ohne Plan.

Einfach treiben lassen. Und genau darin liegt oft das grösste Glück.
Kleine Illusionen und grosse Leichtigkeit
Bevor es am Sonntagabend zurückging, haben wir noch etwas gemacht, das wunderbar aus dem Rahmen fällt: ein Besuch im Musée de l’Illusion Nice.


Ein Ort, der einen spielerisch daran erinnert, dass unsere Wahrnehmung nicht immer die Wahrheit ist. Räume, die sich drehen, Perspektiven, die täuschen, Spiegel, die verwirren – und ganz viel zu lachen.
Es war leicht. Unbeschwert. Fast ein bisschen kindlich.

Danach noch ein Spaziergang entlang der Promenade des Anglais, das Meer im Blick, die Sonne im Gesicht.
Und natürlich – fast schon Tradition – eine Crêpe in der Altstadt. Weil es einfach dazugehört.
Mein kleines Fazit
Dieses Wochenende hatte kein grosses Ziel. Keine To-do-Liste. Kein „man muss noch…“.
Und vielleicht war genau das der Grund, warum es so besonders war.
Nizza zeigen, wie ich es liebe. Zeit teilen. Lachen. Geniessen. Sein.
Manchmal ist das kleine Glück ganz einfach.
Und genau dann ist es am schönsten.