Adventszauber auf der Donau – entspannend und abwechslungsreich

Was gibts schöneres als auf der Donau von Weihnachtsmarkt zu Weihnachtsmarkt zu fahren – eine kleine beglückende Adventsauszeit.

Manchmal braucht es erstaunlich wenig, um im Advent anzukommen und sich in Weihnachtsstimmung zu bringen. Kein dichtes Programm, kein Muss. Sondern Zeit. Zeit zum Schauen, zum Wahrnehmen, zum langsamer Werden.
Diese Adventsflussfahrt auf der Donau war genau das: eine bewusste Pause im sonst so hektischen Dezember.

Der Auftakt in München war ein sanfter Einstieg. Weihnachtslichter, fröhliche Stimmen, der Duft von Gewürzen – nicht überwältigend, sondern stimmig. Danach ging es mit dem Car weiter nach Passau, wo wir an Bord der MS Baroness gingen. Wir hatten eine Doppelkabine auf dem Mitteldeck gebucht. Ich liebe es auf der Wasserlinie auf dem Fluss zu gleiten. Ein Begruessungsapero, ein erstes Ankommen, das Schiff setzte sich langsam in Bewegung Richtung Wien – und gefühlt blieb der Alltag am Ufer zurück. Ich habe mich riesig auf diese Tage gefreut – sie folgen einem anderen Rhythmus. Langsamer. Und genau das war wohltuend.

In der Nacht fuhren wir donauabwärts Richtung Tulln. Am Morgen zeigte sich die Wachau von ihrer winterlichen, stillen Seite. Nebel über dem Wasser, kahle Reben, Dörfer und Klöster, die langsam am Fenster vorbeizogen. Endlich konnte ich Orte wie Melk vom Schiff aus sehen. Ich sass lange da und habe einfach geschaut. Die Entschleunigung passiert auf dem Flussschiff ganz von selbst, ruhig und angenehm.

Von Tulln aus ging es mit dem Car nach Wien. In die Stadt einzutauchen ist für mich jedes Mal besonders. Ich liebe Wien, seine Kultur, seine Geschichte, diese Mischung aus Grandezza und Alltagsleben. Der Weihnachtsmarkt am Rathausplatz war lebendig und eindrücklich, dazwischen fanden sich ruhigere Momente.

Die Kaffeepause im Café Landtmann gehörte definitiv dazu – mit der obligaten heissen Schokolade und einem Stück Apfelstrudel mit Vanillesauce. Der Spaziergang durch die Innenstadt, vorbei am Altwiener Christkindlmarkt und dem Stephansdom, war schön, stimmungsvoll – und ehrlich gesagt fast zu kurz. Wien verdient eigentlich immer mehr Zeit, als man hat.

Am Abend zurück auf dem Schiff wartete Abendessen. Fein, aber entspannt. Ein besonderer Abend, nicht zuletzt, weil wir den Geburtstag meiner Freundin feiern durften. Kein grosses Tamtam, sondern gute Gespräche, gemeinsames Lachen und dieses angenehme Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein.

Am nächsten Morgen nochmals Wien: der Weihnachtsmarkt bei Schloss Schönbrunn. Die Wiener können definitiv schöne Weihnachtsmärkte. Zum Mittagessen sind wir ins Café Oberlaa. Ein Café mit vielen Erinnerungen für mich. 

Zurück in Tulln legte das Schiff wieder ab, Richtung Linz. Diese Stunden auf der Donau waren für mich ein Highlight. Die ruhige Fahrt, die Lichter des Ufers, die vielen Schleusen – technisch präzise. Mich haben sie fasziniert. Dazwischen Gespräche, Lesen, Weihnachtskarten schreiben – einfach geniessen. 

Am anderen Morgen folgte die Ausschiffung und die Weiterfahrt nach Salzburg. Der Christkindlmarkt vor der Festung, der Dom, die Altstadt – ein stimmungsvoller Abschluss dieser Reise.

Diese Tage waren erholsam und gleichzeitig abwechslungsreich. Städte und Fluss, Bewegung und Ruhe. Vor allem aber waren sie geprägt von Entschleunigung, guten Gesprächen und wertvoller Zeit mit meiner Freundin.
Eine wunderbare Reise, die mich hat ganz im Advent ankommen lassen. 

Susan Diethelm

Susan Diethelm

„Mon petit bonheur“ – mein kleines Glück entdecke ich jeden Tag. Es sind die feinen, stillen, unerwarteten Dinge, die diese Gefühl hervorrufen. Kommt mit auf Entdeckungsreise.