Ich mag die Adventszeit sehr. Nicht, weil sie ruhig wäre – ganz im Gegenteil. Es hat überall Leute. Viele. Sehr viele. Und trotzdem zieht es mich jedes Jahr wieder hinaus.
Dieses Jahr war ich viel unterwegs: Streifzüge durch Zürich, Weihnachtsmärkte am Bellevue und am Münsterhof, eine Adventsreise nach München, Wien und Salzburg, dazu Nizza und Monaco. Und natürlich der Christchindlimärt in Bremgarten.
Ja – ich bin definitiv eine Weihnachtsmarkt-Aholic.











Am liebsten bin ich aber abends in Zürich unterwegs. Dann, wenn die Stadt leuchtet. Wenn sich das Licht in den Fenstern spiegelt und die Gassen warm wirken, auch wenn es kalt ist. Ich gehe meine Lieblingsroute durch die Altstadt: Augustinergasse, Strehlgasse, Schlüsselgasse, Weinplatz, über die Rathausbrücke, weiter Richtung Münsterhof, über die Münsterbrücke, dem Limmatquai entlang, manchmal bis zum Sechseläutenplatz.










Es hat Menschen, viele Menschen. Man bleibt stehen, weicht aus, wartet. Und trotzdem: Ich liebe es. Vor allem, weil ich dann meine Kamera dabei habe. Die beleuchtete Stadt, die Lichterketten, die Reflexionen im Wasser – das fasziniert mich jedes Jahr aufs Neue.



Auch in Bremgarten ist es ähnlich. Der Christchindlimärt ist oft übervoll. Eigentlich zu voll. Und trotzdem gehört es für mich dazu, mindestens eine Runde zu drehen. Durch die Gassen zu gehen, die Lichter zu sehen, die Stimmung aufzusaugen. Und dann kurz stehen zu bleiben an der Reuss. Das Wasser fliesst ruhig, unbeirrt vom Trubel. Dieser Kontrast tut mir gut.
Vielleicht ist es genau das:
Viele Menschen – und trotzdem diese kleinen Momente von Ruhe. Die Limmat in Zürich. Die Reuss in Bremgarten. Licht, Wasser, Winterluft.
Ich brauche keinen perfekten Moment. Kein leeres Städtchen. Kein romantisches Idealbild. Ich brauche nur dieses Gefühl: kurz raus aus dem Alltag, rein ins Weihnachtsgefühl. Und wenn ich dann mit kalten Händen, unzähligen Bildern und einem Lächeln nach Hause gehe, weiss ich:
In diesen Momenten bin ich sehr glücklich.
Die Bilder warten darauf bearbeitet zu werden und ich kann mich noch ein bisschen diesem Gefühl hingeben!