#Glücksgeschichte 41 – Auf der Suche nach Sonne 

Dem Nebel entkommen und die Sonne finden war unser Ziel. Wir haben beides erreicht – hoch oben auf der Ibergeregg.

Manchmal beginnt eine Glücksgeschichte mit einem klaren Nein.
Nein, heute gehe ich hier nicht raus. Der Nebel war so dicht, so grau, so richtig ungemütlich. Keine Lust auf feuchte Kälte, keine Lust auf dieses weisse Licht, das alles schwer macht.

Also haben wir beschlossen, die Sonne zu suchen.
Einsiedeln schien laut Webcam vielversprechend. Hoffnungsvoll sind wir losgefahren. Doch auch dort: Nebel. Dicht. Hartnäckig. Keine Sonne in Sicht.

Kurz innehalten. Umkehren?
Nein. Weiterfahren.

Die Entscheidung fiel spontan – Richtung Ibergeregg. Und dann, fast unmerklich, ab Unteriberg: Licht. Blau. Weite.
Plötzlich war er da – dieser Moment, in dem man weiss: Es hat sich gelohnt.

Oben angekommen öffnete sich die Landschaft. Ein Nebelmeer lag unter uns, darüber Sonne, Weitsicht, Innerschweiz. Still. Klar. Wohltuend.
Ein kurzer Spaziergang. Ein Einkehrschwung. Das Gesicht in die Sonne strecken. Die Wärme aufsaugen. Nichts müssen. Einfach sein.

Es braucht manchmal wirklich nicht viel, um glücklich zu sein.
Nur den Mut, weiterzufahren. Nicht beim ersten Grau stehen zu bleiben.

Die Fahrt zurück, das erneute Eintauchen ins Nebelmeer, war fast spektakulär – wie ein Übergang zwischen zwei Welten. Und ich wusste: Diese kleine Flucht ins Licht hat mir gutgetan. Sehr gut sogar.

Ein Moment der Selbstfürsorge.
Ein bewusstes Ja zu dem was ich brauche und mir gut tut – uns allen gut tut.
Absolut: ein kleiner Glücksmoment.

Susan Diethelm

Susan Diethelm

„Mon petit bonheur“ – mein kleines Glück entdecke ich jeden Tag. Es sind die feinen, stillen, unerwarteten Dinge, die diese Gefühl hervorrufen. Kommt mit auf Entdeckungsreise.