Ein gutes Jahr mit kleinen Glücksmomenten

Dieses Jahr war vieles.
Reich. Intensiv. Anstrengend. Bewegend.
Und nein – es war nicht nur heiterer Sonnenschein.

Wenn ich zurückschaue auf all die Daten, Orte und Reisen in meinem Notizbuch, dann sehe ich nicht einfach Ferien oder Auszeiten. Ich sehe Atempausen zwischen VerantwortungInseln zwischen TerminenKraftmomente zwischen sehr fordernden Phasen.

Wir waren viel unterwegs.
Im Norden in Sylt und im Süden in Nizza oder auf unserer Kreuzfahrt in Palermo, im Westen in Lissabon und Tanger.
Am Meer, in den Bergen, in Städten und an stillen Orten.
Reisen, die nicht nur Ortswechsel waren, sondern innere Verschiebungen. Neue Perspektiven. Neue Entdeckungen und Begegnungen. 

Viel Arbeit. Viel Verantwortung. Viel Innenleben.

Beruflich war dieses Jahr sehr intensiv wie schon lange nicht mehr.
Ich habe viel gearbeitet, bis an meine Grenzen. Verantwortung getragen, entschieden, gestaltet, moderiert, kommuniziert. Gedacht, geplant, verworfen, neu aufgebaut.

Nicht alles war leicht.

Es gab Momente von Erschöpfung, Zweifel und innerem Druck. Phasen, in denen ich funktioniert habe, obwohl mein Körper längst nach Pause gerufen hat.

Und gleichzeitig habe ich gemerkt:
👉 Ich kann das.
👉 Ich halte viel aus.
👉 Aber ich muss besser auf mich achten.

Diese Erkenntnis kam nicht laut.
Sie kam leise.
Meist beim Gehen.

Meine Spaziergänge – meine Medizin

Zwischen all dem war er immer da:
der Spaziergang.

Nicht spektakulär.
Nicht perfekt inszeniert.
Aber ehrlich.

Im Jahr 2025 habe ich fast 2,7 Millionen Schritte gemacht.
Schritte durch Alltag und Auszeiten.

Diese Schritte waren mehr als Bewegung.
Sie waren RegulationSortierenRunterfahren.
Schritte, die Gedanken geordnet haben.
Wege, auf denen sich Druck gelöst hat.
Bewegung, die mich wieder zu mir gebracht hat.

Oft war der Spaziergang das, was mich durch den Tag getragen hat.
Eine Pause zwischen Terminen.
Ein stiller Moment nur für mich.
Mein Anker im Lärm.
Mein kleines Glück.
Mein Raum für Klarheit.

Reisen, die das Herz beglücken

Ich durfte dieses Jahr wieder wunderbare Orte neu Entdecken und zur Ruhe kommen, an Orten, die ich bereits kenne oder sehr gut kenne!

Mein Alltag besteht nicht nur aus schönen Orten und Hochglanzbildern, sondern aus echten Momenten – hauptsächlich bei mir zu Hause in der Reussebene oder dann wieder der stille Genuss unterwegs – zwischen Sylt, Davos, der Champagne, Nizza, auf dem Meer an fremden Orten, in Montreux, in Chioggia oder auf der Donau.

Unsere Reisen waren nie nur Reisen. Sie waren Perspektivwechsel. Dankbare Momente, die mich staunen lassen, die ich im Herzen behalte.

Neustart-Knöpfe – kurze Momente zum Innehalten. Erinnerungen daran, dass Leben mehr ist als To-do-Listen.

Ich brauche solche Pausen zum Sortieren, zum Ehrlichsein. Auch dann oder vor allem dann, wenn der Alltag anspruchsvoll ist.

Dankbarkeit – nicht naiv, sondern bewusst

Ich bin dankbar.
Nicht, weil alles perfekt war.
Sondern, weil ich die Tage versucht habe bewusst zu erleben. 

Dankbar für Begegnungen.
Für Zeit mit Menschen, die mir guttun.
Für Orte, an denen ich aufatmen konnte.
Für meinen Körper, der mich getragen hat.

Und jetzt: Ruhe. Rückzug. Regeneration.

Jetzt am Jahresende spüre ich es sehr klar:
Ich brauche Erholung.
Zeit für mich.
Zeit ohne Leistung, ohne Erwartungen, ohne Tempo.

Nicht als Flucht.
Sondern als bewusste Entscheidung.

Denn nur, wenn ich mir diese Pausen erlaube, kann Neues entstehen.
Klar.
Kraftvoll.
Echt.

Dieses Jahr hat mich gefordert, aber ich werde es als gutes Jahr in Erinnerung behalten.
Und es hat mich auch gelehrt, noch besser auf mein inneres Gleichgewicht zu hören.

Und genau darin liegt mein kleines Glück. 🤍

Susan Diethelm

Susan Diethelm

„Mon petit bonheur“ – mein kleines Glück entdecke ich jeden Tag. Es sind die feinen, stillen, unerwarteten Dinge, die diese Gefühl hervorrufen. Kommt mit auf Entdeckungsreise.